Online-Umfrage erstellen

Beispiel Online-Umfrage erstellen

 

 

 

Hier erfahren Sie, welche Vorteile und Möglichkeiten sich Ihnen beim Erstellen einer Online-Umfrage bieten, und welche Fragetypen für welche Art von Fragen besonders geeignet sind.

(Lesezeit: 6 Minuten) 


Vorteile der Online-Befragung

Die Online-Befragung ist in vielen Fällen das Mittel der Wahl zur Umsetzung Ihres Markt-, Meinungs- oder Sozialforschungsprojekts. Wenn Sie Ihre Befragungsstudie in Form einer Online-Umfrage erstellen, bietet sich Ihnen im Gegensatz zur klassischen Paper-Pencil-Befragung eine Reihe von nicht zu unterschätzenden Vorteilen:

  • Dynamische Fragebogenführung: Durch das selektive Ein- oder Ausblenden von Fragen und Antwortoptionen sowie dem Überspringen nicht notwendiger Seiten werden den Befragten nur diejenigen Fragen angezeigt, die für diese jeweils relevant sind. Hierdurch wird nicht nur der Befragungskomfort verbessert und damit auch die Teilnahmemotivation positiv beeinflusst, sondern auch die Datenqualität erhöht, da die Gefahr von Fehlern beim Ausfüllen verringert wird.
  • Hohe Erreichbarkeit der Zielgruppen: Mit Online-Umfragen lassen sich problemlos Befragungen an unterschiedlichen Standorten oder überregionale und internationale Befragungsprojekte umsetzen. Der hohe organisatorische Aufwand, der hier z. B. bei postalischen Befragungen entsteht, entfällt bei Online-Umfragen fast völlig. Verschiedene Sprachversionen eines Fragebogens können bei Online-Fragebogen leicht implementiert werden und auch sehr große Stichproben lassen sich ohne großen Mehraufwand realisieren.
  • Randomisierung: Bei Online-Befragungen lässt sich die Reihenfolge, in der Fragen und Items angeordnet sind, unkompliziert randomisieren. Die Befragten sehen bestimmte Fragen und Items dann in zufälliger Anordnung, so dass systematische Antwortverzerrungen aufgrund von Fragereiheneffekten vermieden werden können.   
  • Direkter Datenzugriff: Der Verlauf der Teilnahmestatistik (z. B. Rücklauf nach Datum oder Uhrzeit) lässt sich bei Online-Umfragen in Echtzeit mitverfolgen. So kann beispielsweise bei einer absehbaren niedrigen Rücklaufquote durch die nachträgliche Erhöhung der Stichprobe rechtzeitig nachgesteuert werden. Auch die eigentlichen Befragungsdaten sind direkt einsehbar und können bei Bedarf für erste Ad-hoc-Analysen genutzt werden. Nach Abschluss der Befragung können die Daten direkt exportiert und mit der statistischen Auswertung begonnen werden. Das aufwändige Einscannen oder manuelle Einpflegen von Befragungsdaten in die Auswertungssoftware, wie bei Paper-Pencil-Befragungen, entfällt.
  • Geringere Kosten: Im Vergleich zu Paper-Pencil- oder telefonischen CATI-Befragungen lässt sich eine Online-Umfrage in den meisten Fällen deutlich kostengünstiger (keine Druck- und Portokosten bzw. keine Kosten für Interviewer) erstellen und durchführen. Dies gilt insbesondere für Befragungen mit sehr hohen Teilnehmerzahlen.

Fragetypen in Online-Umfragen

Im Folgenden werden einige Fragetypen näher vorgestellt, die bei der Online-Umfrage besonders häufig Verwendung finden. Wenn Sie eine Online-Umfrage erstellen möchten, bei der zusätzliche Fragetypen benötigt werden, lassen sich neben den hier dargestellten Fragetypen natürlich noch eine ganze Reihe weiterer Fragetypen (z. B. Zuordnung von Stimuli mit Messung der Reaktionszeit, Dropdown-Auswahl, ‚Quizfragen‘) ergänzend programmieren.

Beispiel Fragetyp Einfachauswahl
Einfachauswahl (zum Vergrößern klicken)

Einfachauswahl:

Bei der Einfachauswahl wählt der Befragte eine Antwortoption aus mehreren vorgegebenen Antwortalternativen aus. Die Antwortkategorien sollten dabei so gestaltet sein, dass alle möglichen Antwortoptionen abgedeckt sind (erschöpfend) und keine inhaltliche Überschneidung zwischen verschiedenen Antwortoptionen besteht (disjunkt). 

Beispiel Fragetyp Mehrfachauswahl
Mehrfachauswahl (zum Vergrößern klicken)

Mehrfachauswahl:

Bei diesem Fragetyp können vom Befragten mehrere der vorgegebenen Antwortalternativen ausgewählt werden. Bei der Programmierung einer Online-Umfrage können hier bei Bedarf komfortabel zusätzliche Antwortbedingungen und Plausibilitätschecks implementiert werden (z. B. mindestens drei Antwortoptionen auswählen; wenn Antwortoption A, dann nicht Antwortoption B etc.).   

Beispiel Fragetyp Rating-Frage
Rating-Frage (zum Vergrößern klicken)

Rating-Frage:

Die Rating-Frage wird eingesetzt, wenn verschiedene Items anhand einer vorgegebenen Skala bewertet werden sollen. Sie findet vor allem bei der Einstellungsmessung und der Abfrage von Zufriedenheitswerten Verwendung. Die Antwortskala kann entweder vollständig verbalisiert sein oder nur die Endpunkte der Skala mit Text-Verankerungen versehen werden. Je nach Anwendungsfall sind auch rein numerische Skalen, Skalen mit grafischen Verankerungen oder Bildskalen (z. B. Smileys) möglich. Daneben muss entschieden werden, wie breit die verwendete Skala sein soll und ob diese eine gerade oder ungerade Anzahl an Skalenpunkten haben soll. Die Gestaltung der Skala kann einen großen Einfluss auf das Antwortverhalten der Befragten haben. Wenn Sie eine professionelle Online-Umfrage erstellen möchten, sollte die Art der Skalengestaltung im Rahmen der inhaltlichen Fragebogenkonzeption daher ausreichend Berücksichtigung finden.

Beispiel Fragetyp Doppelmatrix
Doppelmatrix (zum Vergrößern klicken)

Doppelmatrix:

Bei einer Doppelmatrix werden meist zwei Ratingfragen in einer Frage kombiniert. Sie eignet sich beispielsweise zur direkten vergleichenden Bewertung zweier Bewertungsdimensionen (z. B. zwei unterschiedliche Firmen) nach denselben Bewertungskriterien (z. B. Servicequalität, Produktauswahl) oder zur parallelen Erfassung der Wichtigkeit und Zufriedenheit von bzw. mit verschiedenen Bewertungskriterien. Dieser Fragetyp sollte aber nur sparsam eingesetzt und die Bewertungsmatrix nicht zu umfangreich gestaltet werden, da sonst aufgrund des Ausfüllaufwandes die Teilnahmemotivation der Befragten negativ beeinflusst werden kann.

Beispiel Fragetyp Ranking-Frage
Ranking-Frage (zum Vergrößern klicken)

Ranking-Frage:

Bei Ranking-Fragen werden die Befragten aufgefordert, verschiedene Aspekte in eine geordnete Reihenfolge zu bringen. Hierdurch lassen sich beispielsweise Produktpräferenzen ermitteln. Ranking-Fragen eignen sich vor allem auch bei Fragestellungen, bei denen bei einer Ratingfrage die gleichen oder sehr ähnliche Ergebnisse zu erwarten wären – bei Ranking-Fragen werden die Befragten hier zu einer Präferenz-Entscheidung ‚gezwungen‘. Ranking-Fragen lassen sich optisch ansprechend beispielsweise als ‚Kärtchenauswahl‘ umsetzen, bei der die verschiedenen Kärtchen von den Befragten in eine Rangordnung gebracht werden (siehe Abbildung).

Beispiel Fragetyp Polaritätsprofil / Semantisches Differential
Polaritätsprofil / Semantisches Differential (zum Vergrößern klicken)

Polaritätsprofil:

Das Polaritätsprofil (oder semantische Differential) findet vor allem bei Kundenbefragungen Verwendung und eignet sich insbesondere zur Visualisierung von Merkmalsmustern. Die Befragten bewerten anhand von gegensätzlichen Wortpaaren (Eigenschaften des zu bewertenden Objektes) z. B. ein Produkt oder einen Verkaufsstandort. Meistens werden dabei zwei oder mehr Objekte miteinander verglichen. Die zusammenfassende Auswertung und anschließende grafische Darstellung der Ergebnisse in Form des semantischen Differentials macht mögliche Unterschiede zwischen den bewerteten Objekten in anschaulicher Form sichtbar.

Beispiel Fragetyp Offene Frage
Offene Frage (zum Vergrößern klicken)

Offene Frage:

Bei offenen Fragen werden dem Befragten keinerlei Antwortmöglichkeit vorgegeben und der Befragte verfasst seine Antwort in eigenen Worten in einem Freitextfeld. Offene Fragen kommen entweder dann zum Einsatz, wenn eine geschlossen Abfrage inhaltlich nicht sinnvoll ist, oder wenn zu wenig Vorwissen über alle möglichen relevanten Antwortoptionen vorhanden ist. Zudem werden offene Fragen genutzt, wenn die Befragten nicht durch vorgegebene Antwortoptionen in eine Richtung gelenkt werden, sondern völlig frei antworten sollen. Offene Fragen liefern oft wertvolle zusätzliche Erkenntnisse, allerdings wird die Auswertung der Antworten bei längeren Textpassagen und einer hohen Teilnehmerzahl sehr zeitintensiv. Zudem haben zu viele offene Fragen in einem Fragebogen einen negativen Effekt auf die weitere Teilnahmemotivation. Wenn Sie eine Online-Umfrage erstellen, sollten offene Fragen daher sparsam und mit Bedacht eingesetzt werden.

Programmierung des Fragebogens – vielfältige Möglichkeiten

Um eine Online-Umfrage erstellen zu können, die allen methodischen Anforderungen gerecht wird, arbeiten wir mit professionellen Befragungstools. Ob komplexe Filterführungen, das Einbinden von Bildern und Videos oder die Messung der Reaktionszeit bei psychologischen Tests – mit den vielfältigen individuellen Anpassungsmöglichkeiten, die bei Online-Fragebogen zur Verfügung stehen, lässt sich auch Ihr Befragungsprojekt erfolgreich umsetzen. Das Design des Fragebogens kann dabei ganz auf Ihre Wünsche zugeschnitten werden (z. B. Ihr Corporate Design). Die Teilnahme an der Befragung erfolgt in Abhängigkeit der Befragungsart personalisiert (z. B. bei einer Kundenbefragung) oder anonym (z. B. bei Mitarbeiterbefragungen oder in der Meinungsforschung). Die Anonymität der Befragten lässt sich dabei – beispielsweise durch den Einsatz von zufällig generierten Zugangscodes – auch bei Längsschnittbefragungen (wiederholte Befragung derselben Person) gewährleisten. 

 

Unter Beispiele & Vorlagen können Sie sich beispielhafte Umsetzungen einer Online-Kundenbefragung und einer Online-Mitarbeiterbefragung ansehen.

 

Bei weiteren Fragen zur Umsetzung Ihres eigenen Befragungsprojekts sowie zur effektiven Rekrutierung und Einladung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beraten wir Sie gerne. Kontaktieren Sie uns hierzu oder für ein unverbindliches Angebot einfach über das Kontaktformular.